SAUS
Uni Fakultäten Fk. I EW DEVIANZ
Fk. IV Soziologie DEVIANZ

Selbstdarstellung

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe "Devianz"

Die Gründung der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Devianz" der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist eine Reaktion von Mitgliedern der Fachbereiche Pädagogik und Sozialwissenschaften auf
  • die in den vergangenen Jahren beobachtbare Zunahme der Thematisierungen von Gewalt, Kriminalität und Sucht,
  • die Problematisierung der Bearbeitung dieser Devianzen und
  • die mit diesen Entwicklungen einhergehende Dramatisierung der Inneren Sicherheit.
Dieser Umgang mit Devianzen verweist auf sozialstrukturelle Defizite und auf den höher werdenden Grad der Sensibilität gegenüber sozialen Problemen. Beides erfordert ein institutionelles Sensorium, das die Carl von Ossietzky Universität in die Lage versetzt, mit den skizzierten Tendenzen erziehungs- und sozialwissenschaftlich kompetent umzugehen.
Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es vor allem, die sozialen Probleme Gewalt, Kriminalität und Sucht unter vier Gesichtspunkten zu erörtern:
  • Zu rekonstruieren sind die sozialen Vorgänge (etwa die Aktivitäten sozialer Bewegungen), aufgrund derer die entsprechenden sozialen Sachverhalte zu den genannten sozialen Problemen definiert werden (definitionstheoretische Perspektive).
  • Zu untersuchen sind die Ursachen der zu sozialen Problemen definierten sozialen Sachverhalte - insbesondere in lern-, system- und konflikttheoretischer Orientierung (ätiologische Perspektive).
  • Zu erkunden sind Möglichkeiten der Intervention unter technischen und normativen Gesichtspunkten. Dabei sind insbesondere die einander oft widersprechenden Praxiskonsequenzen, die die definitionstheoretische und ätiologische Perspektive nahe legen, zu bedenken. Ziel der Erkundungen ist die Erstellung von Interventionsinstrumenten.
  • Herzustellen und zu pflegen sind Kontakte zu Praxisbereichen, die am Einsatz der Interventionsinstrumente interessiert sein könnten. Als solche Praxisbereiche kommen z.B. die Bewährungshilfe, Jugendgerichtshilfe, der Strafvollzug, so genannte Drogenberatungsstellen oder Frauenhäuser in Betracht.
Die Arbeitsgruppe führt die Arbeit der Arbeitsstellen "Soziale Probleme und soziale Kontrolle" und "Sucht- und Drogenforschung (SAUS)" fort und soll deren Wirksamkeit steigern. Beide Arbeitsstellen sind in der Vergangenheit durch intensive Forschungsarbeiten hervorgetreten, zu deren Finanzierung beträchtliche Drittmittel - in den vergangenen sechs Jahren über 1,6 Millionen Euro - eingeworben wurden.

Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe.
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